Standortansprüche:

Die richtige Auswahl des Standortes ist die Voraussetzung für eine gute Entwicklung Ihrer Kamelie. Sie mögen in der Zeit von Dezember bis April keine Morgensonne und vertragen nur wenig Wind, sind aber ansonsten anspruchslos. Kamelien lieben Sonne bis Halbschatten, wachsen aber auch im Schatten, wobei die Sonne die Knospenbildung fördert. Die beste Pflanzzeit ist Ende April bis Anfang Juli. Pflanzen, die bis zum Winter gut eingewurzelt sind, haben bessere Chancen, den Winter zu überstehen.

Pflege im Frühjahr und Sommer:

Ein Rückschnitt ist nur bei einzelnen starken Trieben nötig. Dies sollte gleich nach der Blüte, also bereits im Frühjahr, geschehen. Sobald sich neue Triebe bilden, düngt man Kamelien (von April bis Juni) mit handelsüblichen Düngern, hierfür ist Rhododendrondünger am besten geeignet. Bitte nur schwach dosieren. Zu starke Düngerlösungen schaden dem Wurzelwerk und kann dazu führen, dass Blätter und Knospen abfallen. Temperaturen zwischen 18 und 25°C sind für die Pflanzen im Sommer ideal. Ab August werden bereits die Knospen sichtbar, die nun kühler ausreifen wollen und je nach Sorte noch im Winter oder zeitigem Frühjahr zur Blüte kommen.

Sortenauswahl

Für die Freilandpflanzung sollten Sie die winterhärteren Sorten wählen. Diese sind mit mehr als 3 Sternen, max. 5 Sternen auf unseren Preisetiketten gekennzeichnet. Auch das Alter der Kamelie spielt eine Rolle. Kamelien, die älter als 6 Jahre sind, eignen sich am besten.

Die Kamelie im Garten

Frostschäden an Kamelien sind weniger eine Frage der niedrigen, sonder eher der wechselnden Temperaturen. Deshalb muss unbedingt die Sonneneintrahlung im Winter, besonders die Morgensonne, vermieden werden. Als Sonnenschutz eignen sich Strohmatten, Tannenreisig oder auch Vliesstoffe. Folien sind zu vermeiden. Kamelien sollten generell im Winter ab und zu gewässert werden. Als Boden empfehlen wir die von uns entwickelte Kamelienerde. Diese ist speziell auf die Bedürfnisse der Kamelien abgestimmt, geeignet ist aber auch Torf oder Rhododendronerde mit einem pH-Wert von 4.8 bis 5.5. Das Pflanzloch sollte mindestens doppelt so gross wie der Ballen der Pflanze ausgehoben werden und mit der oben genannten Erde verfüllt werden, dann ist auch ein Verpflanzen nach Jahren noch möglich.

Die Kamelie in der Wohnung

Es sollten nur Kamelien mit farbezeigenden Knospen für die Wohnung erworben werden. Diese dürfen nicht sofort in vollbeheizte Räume gestellt werden, da sonst mit Blatt- und Knospenfall gerechnet werden muss. Optimal sind Temperaturen von 10 - 15°C sowie hohe Luftfeuchtigkeit von über 60%. Pflanzen in voller Blüte können kurzfristig in den beheizten Wohnbereich gestellt werden. Die Blüte hält länger, wenn die Pflanzen nachts in kühlere Räume umgestellt werden. Die idealsten Standorte sind ein wenig beheizter Wintergarten oder ein frostfreies Kleingewächshaus. Der Wurzelballen ist stets feucht zu halten, bei Staunässe sterben die Wurzeln ab. Regenwasser ist am besten geeignet. Dankbar sind Kamelien für regelmässiges Einsprühen der Blätter. Im Sommer stehen die Kamelien gerne im Wechselschatten im Garten. Eine wöchentliche Düngung bis Juli mit handelsüblichem Volldünger, in halber Konzentration, ist optimal. Vor Frostbeginn sollten die Pflanzen an einen kühlen hellen Ort mit hoher Luftfeuchtigkeit gestellt werden. Bedenken Sie bitte, Kamelien sind keine richtigen Zimmerpflanzen.

 Schnitt

 Im Frühjahr werden nur die aus der Form geratenen Zweige entfernt. Ein starker Rückschnitt ist aber auch möglich.

Düngung

Erfolgt wie bei Rhododendron ab April mit 20 - 30 g pro qm/2 bis max. Anfang Juli, 1 - 2 x wiederholen.

Bitte die folgenden Punkte unbedingt beachten

Bis Anfang Mai vertragen Kamelien keinen Wind und keine Morgensonne. Zur Abdeckung keine Folie verwenden. Als Frostschutz eignet sich Mulch oder Tannenreisig, das in Zeltform um die Kamelie gestellt wird. Schädlinge und Krankheiten treten selten auf, eventuell Schild- oder Wollläuse, die mit handelsüblichen Präparaten behandelt werden können.